Mit Tatkraft und Gottvertrauen
Vom Wandel der Franckeschen Stiftungen seit 1990




Am Ende der DDR-Zeit befanden sich die meisten Gebäude des denkmalgeschützten Geländes in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Obwohl der Instandhaltungsstau an den historischen Bauten nicht erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern sehr viel früher eingesetzt hatte, wurde die Vernachlässigung des Kulturdenkmals während der DDR aus ideologischen Gründen systematisch fortgesetzt. Es ist dem Zusammenwirken von bürgerschaftlichem Engagement und politischer Unterstützung zu verdanken, dass der Verfall im letzten Augenblick gestoppt werden konnte. Ohne einen Masterplan, aber mit viel Tatkraft und Gottvertrauen begann der Wiederaufbau der historischen Schulstadt mit öffentlichen und nichtöffentlichen Mitteln.